postheadericon Zigarren und Zigarillos

Zigarren bestehen aus getrockneten Tabakblättern, die zusätzlich fermentiert sind und von einem Umblatt umschlossen werden. Je nach Format werden geschnittene oder ganze Tabakblätter im Inneren einer Zigarre verwendet. Dabei nennt man das äußerste und exakt geschnittene Tabakblatt das Deckblatt. Ein bedruckter Ring aus Papier, der bei manchen Zigarren um das Deckblatt liegt, nennt man Banderole oder Bauchbinde. Dieser gibt Aufschluss über Herkunft und Erzeuger der Zigarre.

Ein Zigarillo ist die kleine und meist auch dünne Version der Zigarre. Durch den geringen Durchmesser ist der Geschmack oft relativ scharf, deshalb werden oft sehr milde oder weniger aromatische Tabaksorten zur Herstellung verwendet. Zigarillos werden mit oder ohne Filter im Handel verkauft und können auch synthetisch aromatisiert sein.

Das Ursprungsland des Tabaks bestimmt die Qualität

Kubanische Zigarren sind unter den Kennern bestens bekannt und werden hoch gehandelt. Sie sind ein wichtiger Exportfaktor ihres Landes, das oftmals auf den Tabakanbau und seine Verarbeitung, die noch händisch erfolgt, angewiesen ist. Bereits beim Anbau wird die Qualität des Tabaks festgelegt. Beim sogenannten tabaco tapado werden die Anbaufelder mit Stoffbahnen abgedeckt und so vor der prallen Sonne geschützt. Auch wird die Blüte der Pflanze nicht entfernt. So entstehen lange dünne Tabakblätter, die sehr gleichmäßig wachsen und häufig als Deckblatt verwendet werden. Der tabaco del sol ist dem Sonneneinfluss hingegen ausgesetzt und entwickelt dadurch ein sehr kräftiges geschmackvolles Aroma.

Zigarren werden heute hauptsächlich in Mittelamerika, Südamerika und der Karibik angebaut. Aber auch in Fernost gibt es Länder, die Zigarren produzieren, wie Indonesien und Philippinen.

Zigarren genauso wie Zigarillos werden nicht inhaliert, weshalb vom Paffen gesprochen wird.